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HYPERTONIEZENTRUM MÜNCHEN

Hypertonie 100

 

Medikamentöse Therapie

Klinische Untersuchungen (Studien) an sehr vielen Patienten mit hohem Blutdruck haben gezeigt, dass durch eine medikamentöse Behandlung die Lebenserwartung der Hypertoniker wieder ansteigt und gefährliche Blutdruckfolgen (Schlaganfall, Herz- und Niereninsuffizienz, Gefäßschäden) verhindert werden können.

 

Blutdrucksenkende Medikamente im Überblick

Wirkmechanismus

Nebenwirkungen

Bemerkungen

 

ACE-Hemmer

(alle Substanzen enden mit "–pril", z.B. Ramipril oder Enalapril)

   

vermindern die Bildung von Angiotensin
(Blutdruck steigerndes Hormon)

Husten, Schwindel, selten Hautausschlag, Geschmacksstörungen

gute Verträglichkeit, sehr gute Wirkung bei
Herzinsuffizienz und Diabetes mit Hypertonie

 

 

AT1-Rezeptorblocker (Sartane) 

(alle Substanzen enden mit "-sartan", z.B. Telmisartan oder Valsartan)    
     
wirken ähnlich wie ACE-Hemmer weniger Nebenwirkungen als ACE-Hemmer,
insbesondere weniger Husten
sehr gut verträgliche Substanzklasse
 
 
 

Betablocker

(alle Substanzen enden mit "-olol", z.B. Metoprolol oder Nebivolol)    
 
blocken die Katecholaminrezeptoren (Bindungsstellen für die Stresshormone) in verschiedenen Organen (Herz, Niere, und Gefäße) Schwindel, Pulssenkung, Schwäche bei stärkerer Belastung,
kalte Hände und Füße, Sexualfunktionsstörungen
sicher, gute Langzeiterfahrung, erfolgreich auch z.B.
bei Angina pectoris, Migräne und zur Senkung
einer erhöhten Pulsfrequenz


 
 

Diuretika

   
(sehr unterschiedliche Substanzen wie Thiazide, Indampamid oder Torasemid)    
 
erhöhte Wasser- und Salzausscheidung Schwäche, Schwindel, evtl. Kalium-, Magnesiumverluste (Muskelkrämpfe), evtl. ungünstig bei Zucker und Fettstoffwechselstörung, Sexualfunktionsstörungen sehr sichere Medikamente, Langzeiterfahrung,
gute Kombinationsmöglichkeit mit allen anderen Blutdruckmedikamenten, evtl. Kaliumausgleich nötig


 

Kalziumantagonisten

   
 (die meisten Substanzen enden mit "-dipin", z.B. Amlodipin oder Lercanidipin)    
 
blockieren die Blutdruck steigernde Wirkung von Kalzium an den Blutgefäßen Schwindel, Wassereinlagerungen, Gesichtsröte, Wärme, Verstopfung es gibt viele unterschiedlich wirkenden Substanzen
     
     
     
Reservesubstanzen    
     
 

Renininhibitoren (Aliskiren)

 
blockieren die Wirkung von Renin, einem Blutdruck steigernden Hormon Nebenwirkungen ähnlich wie AT1-Blocker gute Verträglichkeit, sehr gute Reservesubstanz


 

Alphablocker (z.B. Doxazosin)

 
Blutdrucksenkung durch Gefäßerweiterung Herzklopfen, Schwindel, verstopfte Nase, Sexualfunktionsstörungen sollte nicht allein gegeben werden, wird »kombiniert« bei schwerer Hypertonie


 

Dihydralazin

 
Gefäßerweiterung Herzklopfen, Kopf-, Magenschmerzen, Fieber wird gewöhnlich nur in Kombination mit anderen Blutdruckmitteln gegeben


 

Reserpin Clonidin Guanethidin

 
u. a. dämpfende zentralnervöse (Gehirn) Wirkung, daher werden diese Substanzen heute nur noch sehr selten eingesetzt hohe Nebenwirkungsrate; wegen der Wassereinlagerung müssen sie mit Diuretika kombiniert werden  


 

alpha-Methyldopa

(siehe Reserpin und Clonidin)   gute Erfahrungen bei Schwangerschafts-hypertonie

Hypertension Excellence Centre

EUROPEAN SOCIETY OF HYPERTENSION (ESH)
Diese Praxis ist zertifiziert als
Hypertension Excellence Centre
hypertonie_certificate_400

BaTeleS Bayerisches Telemedizin Projekt Schwangerschaft

Start des Bayerischen Telemedizin
Projekts Schwangerschaft

Telemedizinische Betreuung von Schwangeren
mit hypertensiven Schwangerschaftserkrankungen (HES)
oder Risikofaktoren für eine HES.

 

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FOCUS Ärzteliste 2017

Prof. Middeke wieder in der FOCUS Ärzteliste

Das Nachrichtenmagazin FOCUS veröffentlicht neue Listen mit den bundesweit besten Medizinern aus verschiedenen Fachrichtungen.
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