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HYPERTONIEZENTRUM MÜNCHEN

Hypertonie 100

 

LEISTUNGEN

Diagnostik

  • Ultraschall des Herzens (Echokardiographie)
  • Ultraschall der Halsschlagadern und der Bauchaorta
  • EKG, Ergometrie/Belastungs-EKG/Belastungs-Blutdruck, Langzeit-EKG
  • Ambulante Blutdruck-Langzeitmessung 
  • Pulswellenanalyse (Pulswellengeschwindigkeit und aortaler Blutdruck)
  • Herzratenvariabilität (HRV) 
  • Somnographie, Schlafdiagnostik 
  • Lungenfunktionsuntersuchung
  • Labor / Blutuntersuchungen

Spezialsprechstunden

> Schwer einstellbare Hypertonie

Resistent oder (nur) schwer einstellbar?

Die übliche Definition einer resistenten Hypertonie, d.h. keine Blutdrucknormalisierung (<140/90 mmHg) unter drei verschiedenen Antihypertensiva einschließlich eines Diuretikums bei der Messung in der Praxis/Klinik ist völlig willkürlich und nicht mehr zeitgemäß. Die Bestimmung des Blutdruckes außerhalb der Praxis mittels ambulanter Langzeitmessung kann in einem hohen Prozentsatz eine Pseudoresistenz aufdecken. Die Basis einer optimalen antihypertensiven Pharmakotherapie ist eine fixe Dreifachkombination aus ARB plus Amlodipin plus Diuretikum in einer Tablette. Bei unzureichender Blutdruckeinstellung wird die zusätzliche Gabe von Nebivolol, Doxazosin oder Spironolakton einzeln oder bei Bedarf kombiniert empfohlen.

siehe auch: ausgewählte Publikationen >>

> Schwangerschaftshypertonie

Hypertensive Schwangerschaftserkrankungen gehören zu den führenden Ursachen mütterlicher und perinataler Sterblichkeit. Hypertensive Erkrankungen treten bei uns in ca. 5-10% aller Schwangeren auf. Blutdruck- und Gewichtsverhalten während der Schwangerschaft sind zwei wichtige Determinanten für den Schwangerschaftsverlauf. Sowohl zu hoher, als auch zu niedriger Blutdruck der Mutter beeinträchtigt die Entwicklung des Feten. Eine zu starke Gewichtszunahme ist auch ohne Hypertonie ein Risiko. Adipositas und abnormale Gewichtszunahme sind wichtige Risikofaktoren für die Entwicklung einer Hypertonie in der Schwangerschaft. Frauen mit chronischer Hypertonie haben ein erhöhtes Präeklampsie-Risiko. Neue telemetrische Verfahren ermöglichen die Übertragung der täglichen Blutdruck- und Gewichtsdaten in das Hypertoniezentrum und eine zeitnahe Rückmeldung. Damit kann eine Risikoentwicklung frühzeitig erkannt werden, und der Entwicklung von Komplikationen effektiv entgegen gewirkt werden.
Mit der Telemetrie gelingt auch eine optimale Steuerung der medikamentösen Therapie.

siehe auch: ausgewählte Publikationen >>


> Endokrine Hochdruckformen

Viele endokrine Organe und Hormonsysteme spielen bei der Blutdruckregulation eine Rolle und können an der Entstehung einer Hypertonie beteiligt sein:

-Zirbeldrüse (Melatonin):
Ein Melatoninmangel kann Ursache einer unzureichenden Nachtabsenkung des Blutdruckes sein und dann kann die abendliche Gabe von Melationin in der richtigen Dosierung geeignet sein sowohl den Blutdruck zu senken als auch den Schlaf zu verbessern.

-Schilddrüse (Schilddrüsenhormone):
Funktionsstörungen der Schilddrüse können Ursache einer Hypertonie sein. Das betrifft sowohl Unter- als auch Überfunktion. Die Endokrinologie und die Nukleramedizin im Alten Hof sind besonders spezialisiert in Diagnostik und Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen.

-Nebenschilddrüse (Parathormon):
Eine erhöhte Aktivität des Parathormons kann zum Blutdruckanstieg führen. Am häufigsten ist die Erhöhung als Folge eines schweren Vit. D-Mangels (sekundärer Hyperparathyreoidismus). Seltener ist ein primärer Hyperparathyreoidismus bei einem Adenom der Nebenschilddrüse.

-Nebenniere (Aldosteron, Renin, Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol):
Die Nebennieren (sitzen auf den Nieren) produzieren eine Reihe von Hormonen die bei der Blutdruckregulation und im Salz- und Wasserhaushalt eine wichtige Rolle spielen. Überaktivitäten dieser Hormone können Ursache einer Hypertonie sein (u.a. Conn-Syndrom, Cushing-Syndrom, Phäochromozytom).

-Pille: 
die orale Kontrazeption (Empfängnisverhütung) mit weiblichen Sexualhormonen ist für Frauen im gebärfähigen Alter eine häufige Ursache der arteriellen Hypertonie

In Kooperation mit Prof. K.Mann (siehe Endokrinologie im Alten Hof, München) erfolgt die Diagnostik und Therapie spezieller Hormonstörungen (Endokrinopathien)

> Stress induzierte Hypertonie

Eine typische Form ist die maskierte Hypertonie, d.h. hoher Blutdruck im Alltag bzw. am Arbeitsplatz (Selbstmessung und/oder ambulante Blutdruck-Langzeitmessung) und normale oder nur leicht erhöhte Werte beim Arzt in der Praxis/Klinik. Psychosoziale Stressoren und bestimmte Verhaltensweisen haben sich in Kohortenstudien als Prädiktor für eine manifeste Hypertonie erwiesen. Chronischer Stress ist bei mindestens 10-20% der Patienten mit primärer Hypertonie für die Manifestation der Hypertonie verantwortlich. Hinzu kommen wichtige Hypertonie assoziierte Verhaltensweisen und Lebensstilfaktoren, wie Bewegungsmangel, Übergewicht, Alkohol-, Nikotin- und Kaffeeabusus, die eine verhaltensmedizinische Intervention erfordern. Daher haben Entspannungsverfahren, Stressbewältigung und Verhaltenstherapie einen hohen Stellenwert in der antihypertensiven Behandlung.

Von besonderer Bedeutung ist das direkte online-Blutdruck-Biofeedback zur individuellen Detektion persönlicher Hypertonie-Stressoren, und bei der Stressbewältigung mittels kognitiver Umstrukturierung und Selbstkontrolle der Blutdruckreaktion (siehe Biofeedback im Menu: Ärztliche Leistungen)



> Vaskuläre Ophthalmopathie (Durchblutungsstörungen der Augen)

In Zusammenarbeit mit Prof. J. Nasemann (Makula-Netzhaut-Zentrum-München, Weinstr.4, 80333 München) erfolgt die Herz- Kreislauf- und Gefäßdiagnostik bei Durchblutungsstörungen am Augenhintergrund als Ursache für akute Sehstörungen, zunehmende Gesichtsfeldausfälle und Erblindung. Ursächlich für Durchblutungsstörung am Augenhintergund sind meistens Regulationsstörungen im Herz-Kreislaufbereich (Blutdruck, Herzrhythmus, Herzfunktion) und/oder Durchblutungsstörungen der arteriellen Gefäße (Gefäßsteifigkeit, Arteriosklerose, Stenose der Halsschlagader) die eine sorgfältige Abklärung und optimale medikamentöse Behandlung erfordern.

> Erfolglose Renale Denervierung

Die Renale Denervierung d.h. Verödung der Nervenfasern in den Nierenarterien wird zunehmend unkritisch propagiert für die Behandlung einer angeblich resistenten Hypertonie. Die wissenschaftliche Datenbasis zur Evidenz dieser Methode ist nicht gegeben. Die Langzeitschäden, die durch den Eingriff an gesunden Nierenarterien entstehen können, sind noch nicht ausreichend untersucht.
Dagegen sind die Patienten, die uns nach erfolglosem Eingriff wegen unzureichender Blutdrucksenkung aufsuchen in der Regel unzureichend untersucht hinsichtlich der Ursachenklärung der Hypertonie und sie sind unzureichend medikamentös behandelt. Es gelingt bei diesen Patienten regelmäßig durch eine optimale individuelle Therapie den Blutdruck nach kompletter Ursachensuche in den Zielbereich zu senken. Dabei ist die Therapiesteuerung mittels Telemonitoring des Blutdrucks (Telemedizin) besonders geeignet.

Bluthochdruck - die tickende Zeitbombe

Bluthochdruck tickende ZeitbombeHerz und Kreislauf. Ein System, das bedroht ist: Streß, Übergewicht, Fehlernahrung und Trägheit. Lebensstil und Genußgifte treiben den Blutdruck hoch. Aber auch die Genetik hat ihren Anteil! Anfangs noch unbemerkt, verursacht ein Bluthochdruck< dauerhaft Schäden am Herz, Gehirn, Nieren und Augen. Das kann verhindert werden!

Wie funktioniert die phantastische Autoregulation des Blutdrucks im menschlichen Körper? Ab wann spricht man von Bluthochdruck und wie wird er verläßlich erkannt Wissenschaftler und Ärzte stellen neueste Forschungsergebnisse vor, erklären Hintergründe und zeigen die medizinischen Behandlungsfortschritte mit ihren Möglichkeiten.

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Nicht medikamentöse Therapie


Nicht medikamentöse Maßnahmen zur Senkung erhöhter Blutdruckwerte

Eine Senkung erhöhter Blutdruckwerte auch ohne Einnahme von Medikamenten ist auf vielfältige Weise möglich. Daher haben die nicht medikamentösen Maßnahmen einen gesicherten Platz in der Behandlung des hohen Blutdrucks. Eine sofortige medikamentöse Behandlung ist nur bei wenigen Hypertonikern erforderlich. Das bedeutet, dass in den meisten Fällen zu Beginn der Behandlung die nicht medikamentöse Therapie steht. Diese muss der Patient jedoch selbst aktiv betreiben – sei es Gewichtsabnahme bei Übergewicht, Einschränkung der Kochsalzzufuhr und Ernährungsumstellung, Beschränkung übermäßigen Alkoholkonsums, Sport und körperliche Aktivität, Stressbewältigung und Entspannungsverfahren. Wird zusätzlich der Blutdruck durch Selbstmessung kontrolliert, so sind die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche und dauerhafte Blutdrucksenkung gegeben.

Kann der erhöhte Blutdruck durch die nicht medikamentösen Maßnahmen nicht normalisiert werden, ist eine medikamentöse Therapie erforderlich. Aber auch dann sollten die nicht medikamentösen Maßnahmen stets die Medikamenteneinnahme begleiten, um die erforderliche Dosis möglichst gering zu halten und damit auch eventuelle Nebenwirkungen zu verringern.

Nicht medikamentöse Behandlung und medikamentöse Therapie schließen sich nicht gegenseitig aus, sondern ergänzen sich ideal.
Die Kenntnis über die Ursachen und Zusammenhänge der Hochdruckkrankheit ist Voraussetzung dafür, die Therapie der Hypertonie aktiv mitzugestalten und an den persönlichen Gegebenheiten auszurichten.

Ausführlich beschrieben werden die Möglichkeiten der nicht medikamentösen Behandlung im Patienten-Ratgeber "Bluthochdruck senken ohne Medikamente": siehe Patienten-Ratgeber.
Ausführlich werden die nicht medikamentösen Maßnhamen in der aktuellen Neuauflage des Patienten-Ratgeber "Bluthochdruck senken ohne Medikamente" beschrieben (siehe unter Patientenbücher)

 

Maßnahme

Blutdruck-Senkung

Gewichtsreduktion

-10 kg

15 mmHg

  -  2 kg 5-6 systolisch
     

Kochsalzbeschränkung

pro  -3 g/Tag

7/4 mmHg

Kaliumreiche Kost

+ 100 mmol/Tag

6/3 mmHg

Reichlich Obst und Gemüse

3-5 mal /Tag

7/3 mmHg

     

Obst und Gemüse plus

dauerhaft

11/6 mmHg

Fettmodifiziert (weniger Fleisch mehr Fisch, weniger tierische Fette, mehr pflanzliche Öle)

   

Alkoholrestriktion

< 30g/Tag

5/3 mmHg

Ausdauertraining

3 x 40min/Woche

10/8 mmHg

Entspannung und Stressbewältigung

 

Keine genauen Zahlen aus kontrollierten Studien

Medikamentöse Therapie

Klinische Untersuchungen (Studien) an sehr vielen Patienten mit hohem Blutdruck haben gezeigt, dass durch eine medikamentöse Behandlung die Lebenserwartung der Hypertoniker wieder ansteigt und gefährliche Blutdruckfolgen (Schlaganfall, Herz- und Niereninsuffizienz, Gefäßschäden) verhindert werden können.

 

Blutdrucksenkende Medikamente im Überblick

Wirkmechanismus

Nebenwirkungen

Bemerkungen

 

ACE-Hemmer

(alle Substanzen enden mit "–pril", z.B. Ramipril oder Enalapril)

   

vermindern die Bildung von Angiotensin
(Blutdruck steigerndes Hormon)

Husten, Schwindel, selten Hautausschlag, Geschmacksstörungen

gute Verträglichkeit, sehr gute Wirkung bei
Herzinsuffizienz und Diabetes mit Hypertonie

 

 

AT1-Rezeptorblocker (Sartane) 

(alle Substanzen enden mit "-sartan", z.B. Telmisartan oder Valsartan)    
     
wirken ähnlich wie ACE-Hemmer weniger Nebenwirkungen als ACE-Hemmer,
insbesondere weniger Husten
sehr gut verträgliche Substanzklasse
 
 
 

Betablocker

(alle Substanzen enden mit "-olol", z.B. Metoprolol oder Nebivolol)    
 
blocken die Katecholaminrezeptoren (Bindungsstellen für die Stresshormone) in verschiedenen Organen (Herz, Niere, und Gefäße) Schwindel, Pulssenkung, Schwäche bei stärkerer Belastung,
kalte Hände und Füße, Sexualfunktionsstörungen
sicher, gute Langzeiterfahrung, erfolgreich auch z.B.
bei Angina pectoris, Migräne und zur Senkung
einer erhöhten Pulsfrequenz


 
 

Diuretika

   
(sehr unterschiedliche Substanzen wie Thiazide, Indampamid oder Torasemid)    
 
erhöhte Wasser- und Salzausscheidung Schwäche, Schwindel, evtl. Kalium-, Magnesiumverluste (Muskelkrämpfe), evtl. ungünstig bei Zucker und Fettstoffwechselstörung, Sexualfunktionsstörungen sehr sichere Medikamente, Langzeiterfahrung,
gute Kombinationsmöglichkeit mit allen anderen Blutdruckmedikamenten, evtl. Kaliumausgleich nötig


 

Kalziumantagonisten

   
 (die meisten Substanzen enden mit "-dipin", z.B. Amlodipin oder Lercanidipin)    
 
blockieren die Blutdruck steigernde Wirkung von Kalzium an den Blutgefäßen Schwindel, Wassereinlagerungen, Gesichtsröte, Wärme, Verstopfung es gibt viele unterschiedlich wirkenden Substanzen
     
     
     
Reservesubstanzen    
     
 

Renininhibitoren (Aliskiren)

 
blockieren die Wirkung von Renin, einem Blutdruck steigernden Hormon Nebenwirkungen ähnlich wie AT1-Blocker gute Verträglichkeit, sehr gute Reservesubstanz


 

Alphablocker (z.B. Doxazosin)

 
Blutdrucksenkung durch Gefäßerweiterung Herzklopfen, Schwindel, verstopfte Nase, Sexualfunktionsstörungen sollte nicht allein gegeben werden, wird »kombiniert« bei schwerer Hypertonie


 

Dihydralazin

 
Gefäßerweiterung Herzklopfen, Kopf-, Magenschmerzen, Fieber wird gewöhnlich nur in Kombination mit anderen Blutdruckmitteln gegeben


 

Reserpin Clonidin Guanethidin

 
u. a. dämpfende zentralnervöse (Gehirn) Wirkung, daher werden diese Substanzen heute nur noch sehr selten eingesetzt hohe Nebenwirkungsrate; wegen der Wassereinlagerung müssen sie mit Diuretika kombiniert werden  


 

alpha-Methyldopa

(siehe Reserpin und Clonidin)   gute Erfahrungen bei Schwangerschafts-hypertonie

Ärztliche Leistungen / Diagnostik und Therapie

diagnostikDie Basis jeder ärztlichen Tätigkeit ist das Gespräch mit dem Patienten.
Ohne Zeitdruck wird die medizinische Vorgeschichte (Anamnese) erfragt.

Jeder Patient hat ausreichend Gelegenheit sein Anliegen, seine Beschwerden, Symptome und eigenen Vorstellungen des Krankheitsgeschehens zu schildern. Sehr hilfreich können auswärtige Vorbefunde und Arztberichte sein. Anschließend erfolgt bei jeder Erstvorstellung eine (klassische) körperliche Untersuchung. Anamnese und körperliche Untersuchung sind die beiden Grundsäulen der Diagnostik. Sie sind auch bereits wegweisend für die therapeutischen Empfehlungen. Alle weiteren diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen werden auf dieser Basis dem individuellen Krankheitsgeschehen entsprechend ausgewählt und empfohlen.

 

Blutdruck-Biofeedback

biofeedbackBiofeedback heißt »Rückmeldung biologischer (oder physiologischer) Reaktionen« an den Patienten. Dies geschieht meistens mit Hilfe von Apparaturen; so können etwa die Atemtiefe und die Atemfrequenz über ein optisches oder akustisches Signal (Lichtanzeige oder Ton) dem Patienten mitgeteilt werden. Dies versetzt ihn in die Lage, die Körperfunktionen in Richtung auf eine Entspannung hinzusteuern. So gelingt es auch, Körperreaktionen zu beeinflussen, die normalerweise nicht unserer willentlichen Kontrolle unterliegen wie zum Beispiel der Blutdruck.

Blutdruck-Biofeedback_02KDie direkte Rückmeldung des Blutdrucks ist erst in jüngster Zeit mit einem neuartigen Verfahren möglich geworden. Der Blutdruck wird mit einer Fingermanschette während einer Sitzung kontinuierlich gemessen und in graphisch animierter Form als »Blutdrucksäule« auf einem Monitor dargestellt. Die Blutdrucksäule ändert sich farblich und in ihrer Höhe. So können alle aktuellen Blutdruckschwankungen sofort zurückgemeldet werden. Die Patienten machen durch diese kontinuierliche Rückmeldung (feedback) erstmalig die Erfahrung, dass sie die Möglichkeit der Einflussnahme auf ihren Blutdruck haben. Es werden individuelle Einflüsse auf den Blutdruck untersucht und aufgespürt.

Der Hypertoniker erlernt die Möglichkeit, seinen Blutdruck selbst zu senken und zu kontrollieren. Nach 3 jeweils halbstündigen Sitzungen kann eine nachhaltige Blutdrucksenkung erzielt werden.
Das Verfahren ist besonders gut geeignet für Patienten mit einer Stress induzierten Hypertonie.

 

Blutdruckverlauf während einer Sitzung

Blutdruck-Biofeedback_03k

 

Polysomnographie-Schlafdiagnostik

SomnographieDas Schlafapnoe-Syndrom ist ein Beschwerdebild, das durch Atemstillstände (Apnoen) während des Schlafs verursacht wird und in erster Linie durch eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit bis hin zum Einschlafzwang (Sekundenschlaf) sowie einer Reihe weiterer Symptome und Folgeerkrankungen gekennzeichnet ist.

Die Atemstillstände führen zu einer verringerten Sauerstoffversorgung und zu wiederholten Aufweckreaktionen (als automatische Alarmreaktion des Körpers). Die meisten Aufweckreaktionen führen aber nicht zum Aufwachen, sondern lediglich zu erhöhten Körperfunktionen, beispielsweise zu beschleunigtem Puls und Blutdruckspitzen. Deswegen werden sie von den Betroffenen meist nicht wahrgenommen. Die Folge der Aufweckreaktionen ist ein nicht erholsamer Schlaf, was meistens zu der typischen, ausgeprägten Tagesmüdigkeit führt. Das Schlafapnoe-Syndrom zählt zu den medizinisch bedeutsamsten Schlafstörungen.
Ein Schlafapnoe-Syndrom findet man häufig bei Patienten mit schwerer und schwer einstellbarer Hypertonie, mit nächtlicher Hypertonie und bei Patienten mit Herzinsuffizienz. Bei diesen Patienten sollte eine entsprechende Diagnostik mittels ambulanter Polysomnographie erfolgen.

 

Ambulante Polysomnographie

Während des normalen Nachtschlafes zu Hause wird über die computergestützte Erfassung des Atemflusses, von Schnarchgeräuschen, von Muskelbewegungen, des Herzschlages, der Körperlage und des Sauerstoffgehaltes im Blut die ambulante Diagnostik eines Schlafapnoe-Syndroms ermöglicht und so die Indikation für evtl. weiterführende Untersuchungen und die Behandlung in einem Schlaflabor gestellt.

Telewaage

telewageGewichtsreduktion ist für übergewichtige Hypertoniker die effektivste Maßnahme zur Blutdrucksenkung. Sie stellt für viele adipöse Patienten sogar eine kausale Therapie dar. Dies trifft auch zu für übergewichtige Diabetiker und Patienten mit metabolischen Syndrom.
Für eine erfolgreiche Gewichtsabnahme ist nicht die Art der Reduktionsdiät entscheidend, sondern das Durchhaltevermögen. Dies betrifft auch die Steigerung der körperlichen Aktivität, die heute als bedeutende Lebensstil-Maßnahme zur Gewichtsreduktion in den Vordergrund gestellt werden sollte. Die persönliche Beratung zum individuellen Training erfolgt im Anschluss an eine Belastungsuntersuchung auf dem Fahrradergometer oder dem Laufband.

waageDas Durchhaltevermögen wird durch die telemetrische Gewichtskontrolle und Dokumentation unterstützt. Die Motivation zur Gewichtsreduktion und die Compliance bei entsprechenden Maßnahmen kann durch telemedizinische Betreuung erheblich gefördert werden.
Eine telemetrische Überwachung bedeutet, dass durch die Kombination von Messinstrument und Handy eine telemetrische Übertragung möglich ist. Dabei werden alle vom Patienten gemessenen Gewichts- und Blutdruckwerte elektronisch gespeichert und sofort bzw. in regelmäßigen Abständen automatisch über das Handy an das Hypertoniezentrum weitergeleitetet.

bild22Abb. vergrößern >>

Tele-EKG / Ereignisrekorder

tele-ekgHerzrhythmusstörungen treten häufig anfallsartig auf. Sie sind selten im Ruhe-EKG und häufig nicht einmal im Langzeit-EKG über 24 Stunden nachweisbar. Vorhofflimmern als Folge einer Hypertonie tritt z.B. in ca. 30 % (nur) gelegentlich auf. 

bild16Heute können Vorhofflimmern und andere schwer wiegende Rhythmusstörungen meist innerhalb kurzer Zeit verlässlich mittels eines sog. Ereignisrekorders (event recorder) diagnostiziert werden. Schwindelattacken, Kollaps und kurzzeitige Bewusstlosigkeit (Synkopen) können Folge kurzzeitiger Herzrhythmusstörungen sein, die mit einem Ereignisrekorder im Alltag diagnostiziert werden können.

Ein externes Event-Recording kann entweder in Form einer intermittierenden Registrierung oder aber als kontinuierliche Überwachung erfolgen. Bei der Anwendung des externen Ereignisrekorders mit intermittierender Überwachung wird der Patient aufgefordert, bei einer Episode den externen Eventrecorder (siehe Abbildung) auf die Haut im Thoraxbereich zu drücken und ein EKG über einen Zeitraum von 30 sec bis wenige Minuten aufzuzeichnen.

Der Ereignisrekorder besitzt im Gerät integrierte Kontaktelektroden, die eine 1 bis 3-Kanal-EKG Registrierung ermöglichen. Der Vorteil dieser Form der Ereigniserfassung ist, dass der Patient zwischen den Episoden durch das Gerät nicht eingeschränkt ist und von daher eine Ereigniserfassung durchaus auch über einen längeren Zeitraum versucht werden kann. Externe Eventrecorder mit kontinuierlicher Überwachung werden mit Klebeelektroden direkt an der Haut fixiert, so dass das Gerät permanent den Herzrhythmus erfassen kann; im Falle eines entsprechenden Ereignisses aktiviert der Patient den Rekorder und speichert somit das EKG vor (bis zu 20 min) sowie im Anschluss an die Aktivierung

 

Fallbeispiele
 

Ventrikuläre Tachykardie

bild18

Abb. vergrößern >>

Asystolie
bild19

Abb. vergrößern >>

Teleblutdruck

teleblutdruckDas telemetrische Monitoring (telemetrische Datenübertragung) der selbst gemessenen Blutdruckwerte und die damit verbundene (telemetrische) Therapiesteuerung ist ein modernes Verfahren, um die dauerhafte Blutdruckeinstellung unter Alltagsbedingungen deutlich zu verbessern. Hiervon können insbesondere Risikopatienten, z. B. mit schwer einstellbarer Hypertonie, chronischer Herzinsuffizienz, Schwangerschaftshypertonie und weiteren Indikationen profitieren.

Eine telemetrische Überwachung bedeutet, dass durch die Kombination von Blutdruckgerät und Handy eine telemetrische Übertragung möglich ist. Dabei werden alle vom Patienten gemessenen Blutdruck- und Pulswerte elektronisch gespeichert und sofort bzw. in regelmäßigen Abständen automatisch über das Handy an das Hypertoniezentrum weitergeleitetet. Es erfolgt automatisch eine Benachrichtigung bei Unter- oder Überschreitung von individuell festgelegten Grenzen an den Arzt und  Patient via SMS, e-Mail oder Fax.

Fallbeispiele
(graphische Darstellung des Blutdruckverlaufs der telemetrisch übertragenen Selbstmesswerte)

 

bild13 bild15
Abb. vergrößern >> Abb. vergrößern >>

 

Telemedizin

telemedizinTelemedizin bedeutet: die räumliche Distanz überwinden, auch wenn der Patient fern der Praxis oder Klinik ist, über die Entfernung mittels Telemetrie (Fernmessung) aktuelle Werte erhalten und weiterleiten, den Verlauf beobachten (Telemonitoring), und mittels moderner Kommunikationsmittel (Telefon, SMS, Fax, e-mail) über den Pfad zurück zum Patienten die Therapie steuern. So wird auf der Basis objektiver und gut dokumentierter Daten aus dem Alltag eine verlässliche Diagnostik erstellt und die individuelle Betreuung der Patienten selbst in weiter Ferne ermöglicht. Hiervon profitieren die Patienten und ihre Ärzte gleichermaßen.

Mit der Telemedizin eröffnen sich neue Möglichkeiten für eine nachhaltige Therapieoptimierung, insbesondere für chronisch Kranke und Risikopatienten. Im Bereich der Herz-Kreislaufmedizin sind bisher die größten Fortschritte zu verzeichnen. Das Indikationsspektrum reicht dabei von Herzrhythmusstörungen und chronischer Herzinsuffizienz bis zu schwer einstellbarer Hypertonie oder Schwangerschaftshypertonie. Die Betreuung der Patienten wird intensiviert und das Arzt-Patienten-Verhältnis gestärkt. Dies sind unsere positiven Erfahrungen.

bild10Die Entwicklung der Sensorik und telemetrischer Applikationen ist ein sehr spannender und dynamischer Bereich. Das Hypertoniezentrum München und das Herzzentrum Alter Hof München sind führend im Bereich telemedizinischer Anwendungen im Herz- Kreislaufbereich.

Das erste Lehrbuch zum Thema Telemedizin wurde in 2009 von Dr. Goss und Prof. Middeke veröffentlich.

 

Telemedizin

eCardiohealthProgrammeOct2014 Seite 01

Bern-CHI-2014 MART
   

eustar

Im Auftrag der ESH (European Society of Hypertension)
ist Prof. Middeke der Coordinating Investigator  
des Telemedizin-Registers der ESH.
Dieses Register steht allen Hypertoniezentren offen.
Es werden verschiedene telemedizinische Anwendungen
aus den Gebieten der Hypertensiologie, Kardiologie
und Nephrologie dokumentiert und ausgewertet.

BaTeleS Logo RGB


BaTeleS
Bayerisches Telemedizin Projekt Schwangerschafts-Hypertonie

Telemedizinische Betreuung von Schwangeren
mit hypertensiven Schwangerschaftserkrankungen (HES)
oder Risikofaktoren für eine HES.

Wissenschaftliche Leitung

Prof. Dr. med. Martin Middeke, Hypertoniezentrum München
Dr. med. Karl-Philipp Gloning, Pränatal-Medizin München

Belastungsblutdruck

belastungsblutdruckDer große Vorteil der Blutdruckmessung während der Fahrrad-Ergometrie ist die Erfassung des Blutdruckverhaltens unter einer reproduzierbaren, standardisierten körperlichen Belastung. Damit ist eine sehr gute Vergleichbarkeit der Blutdruckwerte gewährleistet. Unter körperlicher Belastung treten emotional und psychisch bedingte Blutdrucksteigerungen, wie sie in der Praxis häufig beobachtet werden in den Hintergrund.
Die Diagnose einer Belastungshypertonie hat insbesondere eine prognostische Bedeutung. Aus therapeutischer Sicht spielt die Beeinflussung des Belastungsblutdrucks bei der Auswahl der Antihypertensiva  keine bedeutende Rolle.

Unter dynamischer körperlicher Belastung steigt der systolische Blutdruck kontinuierlich als Folge eines erhöhten Herz-Schlagvolumens an, während der diastolische Blutdruck gleich bleibt oder nur geringgradig ansteigt. Erst bei maximaler Belastung steigt auch auf dem Ergometer der diastolische Blutdruck an, weil die Maximalleistung eine isometrische Muskelkontraktion erfordert, die zu einer starken Zunahme des peripheren Gefäßwiderstands führt.

Die besten Daten zur Belastungshypertonie liegen für eine submaximale Belastung (bis 100 Watt) auf dem Fahrradergometer vor. Es gibt viele Hinweise dafür, dass eine Belastungsuntersuchung z.B. bei normotensiven Personen eine Hypertonieentwicklung vorhersagen kann, und bei hyperteniven Patienten eine zusätzliche prognostische Einschätzung ermöglicht. So kann die Belastungsuntersuchung wichtige zusätzliche Hinweise liefern, die evtl. auch eine Therapieentscheidung erleichtern.

 

Normwerte

Die Deutsche Hochdruckliga empfiehlt für Männer und Frauen im mittleren Lebensalter eine obere Normgrenze von 200/100 mmHg im submaximalen Bereich bei 100 Watt.
Die Beurteilung des Blutdrucks bei maximaler Leistung ist weniger aussagekräftig (schwierige Messung und Bewertung insbesondere des diastolischen  Blutdrucks, überschießende Reaktion wegen des hohen Kraftanteils sehr häufig, keine prognostische Wertigkeit). Insbesondere bei älteren und untrainierten Patienten, die keine 100 Watt erreichen, wird der Blutdruck auf einer niedrigeren Belastungsstufe beurteilt. 

In den europäischen Leitlinien wird formuliert: Ein Anstieg des systolischen Belastungsdrucks >200 mmHg während der ersten 6 Minuten auf dem Fahrradergometer sagt eine Verdopplung der kardiovaskulären Mortalität bei Männern mittleren Alters voraus.
Die bisherigen Untersuchungen zu den Normwerten erscheinen aufgrund der Einengung auf das mittlere Lebensalter und die Bevorzugung der Männer unzureichend. Die klinische Erfahrung lehrt, dass eine Normgrenze von 200/100 mmHg für alle Altersgruppen zu hoch ist.

Pulswellenanalyse

pulswellenAm Ende der körperlichen Untersuchung erfolgt bei jedem Patienten eine Pulswellenanalyse. Diese Untersuchung erlaubt eine sehr gute Beurteilung der Gefäßfunktion. Die Elastizität der Arterien beziehungsweise deren Steifigkeit steht in sehr engem Zusammenhang mit unserer Lebenserwartung und Lebensqualität. Dafür steht der Leitsatz „Der Mensch ist so alt wie seine Gefäße“.

Mit zunehmendem Alter und der Häufung von Risikofaktoren wie Hypertonie, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Nikotinkonsum versteifen die Gefäße und deren Elastizität nimmt ab. Die Zunahme der Gefäßsteifigkeit beeinflusst ganz wesentlich die Herz- Kreislauffunktion und hat daher wichtige prognostische Bedeutung und therapeutische Konsequenzen.

Die Gefäßfunktion kann heute sehr einfach (nicht invasiv) gemessen werden, und die Pulswellengeschwindigkeit in Meter pro Sekunde (m/sec) ist ein wichtiges Maß für die Gefäßelastizität: je niedriger die Pulswellengeschwindigkeit, umso elastischer (jünger) die Gefäße. Ab 10-12 m/sec ist die Gefäßsteifigkeit erhöht.

 

Clearendes Element (Unsichtbar auf der Seite)

Beispiele
pulswelle01A

Original-Abbildung der Pulswelle einer 72-jährigen Patienten mit Hypertonie: die Pulswelle ist auf 12.4 m/sec beschleunigt. Die Konfiguration der Pulswelle mit einem deutlich erhöhten Augmentationsinedx von 47.5 % (Blutdruck in der Aorta höher als in der Armarterie) und die Pulswellenbeschleunigung sind Ausdruck einer fortgeschrittenen Gefäßversteifung.
Die Gefäßfunktion kann durch entsprechende therapeutische Maßnahmen verbessert werden. Dies gelingt z.B. durch bestimmte Medikamente zur Blutdrucksenkung oder Cholesterinsenkung. So kann der Therapieerfolg durch eine Analyse der Pulswelle im weiteren Verlauf verfolgt werden.

 

B

Beispiel einer günstigeren Pulswellenkonfiguration einer 52-jährigen Patientin mit einer Pulswellengeschwindigkeit von 9.7 m/sec und einem geringeren Augmentationsindex von 29 %.

Bild6b
Abb. vergrößern >>

Anamnese und körperliche Untersuchung

 

Am Anfang stehen immer die Anamnese und die körperliche Untersuchung

leistungen 01Das ärztliche Gespräch und die Methoden der unmittelbaren Untersuchung der Patienten sind auch heute noch Grundvoraussetzungen jeder  Diagnostik und Behandlung. Die ausführliche Erhebung der Krankengeschichte und die direkte körperliche Untersuchung sind keineswegs antiquiert. Ohne diese beiden Grundsäulen ist auch eine moderne Medizin nicht möglich.                 

Das ist und bleibt die Basis.

 

Anamnese / Vorgeschichte

Von besonderem Interesse sind frühere Erkrankungen, die in mutmaßlichem oder sicherem Zusammenhang mit den aktuellen Beschwerden stehen, sowie Hinweise auf familiäre/genetische Risikofaktoren, psychosoziale Aspekte, Lebensgewohnheiten, und bisherige Erfahrungen mit der Einnahme von Medikamenten.
All diese Informationen werden bei der weiterführenden Diagnostik und dem individuellen Behandlungsvorschlag berücksichtigt.

 

Untersuchungsgang und Blutdruckmessung

altZu Beginn jeder Untersuchung wird der Blutdruck an beiden Oberarmen gemessen. Eine Seitendifferenz des Blutdrucks an den Oberarmen kann man nur bei simultaner, d.h. gleichzeitiger Messung mit zwei Geräten bzw. einem Gerät mit zwei Manschetten (siehe Abbildung) feststellen. Kleine Unterschiede sind normal. Man sollte stets an dem Arm mit dem höheren Wert messen, weil dieser den systemischen Blutdruck repräsentiert.
symbBei einer größeren Seitendifferenz (wiederholt >10-15 mmHg) besteht der Verdacht auf eine Arterieneinengung auf der Seite mit den niedrigeren Werten; dies muß dann weiter untersucht werden.

Die körperliche Untersuchung beinhaltet insbesondere die Erfassung des Herz- und Lungenbefundes, des Gefäßstatus, sowie weitere internistische und neurologische Untersuchungen je nach Beschwerdebild.

Clearendes Element


Blutdruckmessung an allen vier Extremitäten

Der Blutdruck wird bei der Erstuntersuchung nicht nur im Seitenvergleich (linker und rechter Oberarm), sondern auch im Vergleich obere und untere Extremität gemessen (siehe Abbildung). Normalerweise ist der Blutdruck im Liegen an den Beinen etwas höher als der Druck in den Armen. Bei Durchblutungsstörungen in den Beinen und besonderen Gefäßerkrankungen ist der Blutdruck in den Beinen signifikant erniedrigt.  

Sind die Fußpulse nicht sicher tastbar, wird eine Doppleruntersuchung (Ultraschall) durchgeführt (siehe Abbildung). Hiermit gelingen der Nachweis und die genaue Lokalisation der Pulsation sowie eine exaktere Blutdruckmessung.

Bei jeder Erstuntersuchung wird auch die Messung der Pulswellengeschwindigkeit als Indikator der Gefäßelastizität gemessen (siehe unter Pulswellenanalyse).

Clearendes Element

 

 

 

Labor

Die klassische Laboruntersuchung umfasst folgende Parameter:

  • Blutbild und Differentialblutbild
  • Blutgerinnung

Organparameter

  • Nierenwerte und Elektrolyte
  • Leberwerte und Leberfunktion
  • Schilddrüsenwerte
  • Bauchspeicheldrüsenmarker
  • Muskelmarker
  • Herzmuskelmarker
  • Stoffwechselmarker
  • Knochenmarker und Eisen

Stoffwechsel

  • Fettstoffwechsel:

Cholesterin, Triglyzeride, HDL-Cholesterin, LDL-Cholesterin, Lipoprotein(a)

  • Zuckerstoffwechsel: Blutzucker, Fructosamin, HbA1c

 Abwehrfunktion/Entzündung:

  • Entzündungsmarker 
  • Immunglobuline 
  • Eiweiß im Serum



Spezielle Diagnostik

Vitamin D

Vitamin D ist eigentlich gar kein Vitamin im klassischen Sinne, sondern ein Hormon mit vielen wichtigen Funktionen im gesamten Organismus (u.a. Knochenstoffwechsel und  Herz-Kreislauf). Vit. D spielt auch bei der Blutdruckregulation eine wichtige Rolle, wie aktuelle Untersuchungen zeigen. Ein Vitamin D-Mangel ist insbesondere bei älteren Menschen und im Winter relativ häufig.

Der Vit. D-Spiegel im Blut kann heute einfach gemessen. Bei zu niedriger Konzentration erfolgt eine Substitution mit einem Vit.D-Präparat. Diese kann die Blutdruckregulation günstig beeinflussen.

 

Weitere Laboruntersuchungen bei Bluthochdruck

Verschieden Labortests aus dem Blut und Urin dienen dazu, vor allem sekundäre Hochdruckformen zu diagnostizieren oder auszuschließen.

Neben den Nierenerkrankungen sind insbesondere hormonelle Störungen und Krankheitsbilder der Schilddrüse, der Nebennieren, und der Geschlechtshormone durch entsprechende Hormonuntersuchungen zu erfassen.

 

Urinstatus

Beim Bluthochdruck ist es vor allem wichtig, mögliche Nierenschäden zu erkennen. Eine kranke Niere scheidet mehr Eiweiß aus, als ein gesundes Organ, ebenso sind eine nachweisbare Anzahl roter Blutkörperchen im Urin verdächtig (= Erythrozyturie). Eiweiß und andere Bestandteile des Urins können schnell mit einfachen Streifentests untersucht werden).

 

Hypertension Excellence Centre

EUROPEAN SOCIETY OF HYPERTENSION (ESH)
Diese Praxis ist zertifiziert als
Hypertension Excellence Centre
hypertonie_certificate_400

BaTeleS Bayerisches Telemedizin Projekt Schwangerschaft

Start des Bayerischen Telemedizin
Projekts Schwangerschaft

Telemedizinische Betreuung von Schwangeren
mit hypertensiven Schwangerschaftserkrankungen (HES)
oder Risikofaktoren für eine HES.

 

BaTeleS Logo RGB

 

 

 

FOCUS Ärzteliste 2017

Prof. Middeke wieder in der FOCUS Ärzteliste

Das Nachrichtenmagazin FOCUS veröffentlicht neue Listen mit den bundesweit besten Medizinern aus verschiedenen Fachrichtungen.
Weiterlesen >>

focu Aerzteliste 2017 a

 

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